Bei den Schüßler-Salzen handelt es sich um eine feinstoffliche Anwendung von Mineralien. Entdecker und Gründer dieser Therapieform ist Dr. Wilhelm Schüßler.

 

Die Wirkungsweise der Schüßler-Salze erklärt sich darin, dass dem Körper Mineralien zugeführt werden, die in erkrankten Zellen fehlen und somit zur Erkrankung führen. Dazu werden nur Stoffe verwendet, die ohnehin im Körper vorkommen. Hier definiert sich der Unterschied zur Homöopathie, bei der unter anderem auch tierische, pflanzliche, mineralische, chemische oder sogar Giftsubstanzen verwendet werden. Zudem erhält der Organismus bei der Homöopathie lediglich die Information eines Stoffes, es ist also kein Wirkstoff mehr enthalten. Dieses stellt den Gegensatz zur Schüßler-Salz-Therapie dar, bei der feinstoffliche Substanzen dem Körper zugeführt werden.

 

Die Herstellung gleicht der homöopathischen Aufbereitung von Stoffen. Auch die Schüßler-Salze werden potenziert. Typische Potenzen sind D1-D12, jedoch kommen hauptsächlich D6 und D12 zur Anwendung.

 

Doch warum werden Schüßler-Salze überhaupt “verdünnt” (umgangssprachlich), wo es doch körpereigene MIneralien sind? Zeigt eine erhöhte Mineralienzufuhr nicht auch einen verbesserten Heilungsprozess? Und warum müssen Schüßler-Salze überhaupt dem Körper zugeführt werden?

 

Durch die Potenzierung der Mineralien können diese direkt über die Mundschleimhaut vom Organismus aufgenommen werden. Auch der Übergang durch die Zellmembran in die Zelle wird so erleichtert. Eine Überdosierung von Mineralien kann Nebenwirkungen mit sich bringen, dies wird am Beispiel von Magnesium deutlich, welches in erhöhter Zufuhr z.B. zu Durchfall führen kann. Auch Schüßler-Salze sollten nicht dauerhaft gegeben werden. Bei akuten Krankheiten ist eine kurzfristige häufigere Gabe angebracht, bei chronischen Beschwerden oder zur Prophylaxe  von Erkrankungen kann eine Drei-Monats-Kur sinnvoll sein. Die Aussage, dass dem Körper bzw. den Zellen fehlende Mineralien zugeführt werden, ist nicht gänzlich korrekt. Vielmehr handelt es sich um eine Aktivierung des gesamten Organismus, der dadurch die Nahrungsbestandteile im Darm besser verwerten und resorbieren kann. Anschließend können die im Darm gewonnenen Nährstoffe zum Ort des Bedarfs transportiert werden.