Was ist Osteopathie bzw. was ist der Unterschied zur Physiotherapie?

 

Die Osteopathie zielt ähnlich wie die Physiotherapie darauf ab den Körper wieder in Einklang zu bringen. 

 

Während die Physiotherapie vorrangig durch Massagen, Dehnungs- und Mobilisationsübungen muskuläre Verspannungen und Blockaden löst, gibt es in der Osteopathie andere gezielte Behandlungstechniken, die zudem die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren sollen. 

Bei beiden Behandlungsformen sind besonders die gelenkigen Verbindungen des Körpers, sowie die umgebenden Strukturen, wie Muskulatur, Faszien, Sehnen, Bandapparat etc. grundlegende Elemente der Behandlung. 

 

In der Osteopathie wird häufig das Fasziensystem umfangreicher behandelt, zudem ergänzen auch die Cranio-Sacrale Therapie und die Viscerale Therapie (Innere Organe) den positiven Behandlungseinfluss auf den gesamten Organismus. 

So wird in der Osteopathie z.B. auch berücksichtigt, dass eine minimale Störung eines Organs Auswirkungen auf andere Strukturen des Körpers haben kann, da die Organe über bandhafte Verbindungen an diesen befestigt sind. Ebenso kann andersherum eine Bewegungseinschränkung einer knöchernen Struktur Einfluss auf eine Organtätigkeit haben. So kann sich widerherum schnell ein Teufelskreis in Gang setzen. 

Die komplexe Betrachtung aller Strukturen und des gesamten Organismus zeichnet die Osteopathie aus. Durch die weitläufigen Faszien- und Muskelketten des Körpers, die natürlich auch in der Physiotherapie berücksichtigt werden, kann sich eine lokale Bewegungseinschränkung auf weit entfernte Körperregionen ausbreiten. Diese zu erkennen und zu behandeln ist die Aufgabe des Therapeuten. 

 

Ganz klar zu trennen ist die Osteopathie von der Physiotherapie also nicht. Besser kann man es so verstehen, dass die eine Therapie die andere ergänzt. Individuell aufs Tier abgestimmt, wird entschieden, welche Grifftechniken bzw. welche Behandlungsform zum optimalsten Wohlbefinden des Tieres beiträgt.